Krawattenschal binden – die Qual der Wahl

Sowohl Plastron wie auch Ascot können nicht verleugnen, dass sie ursprünglich der festlichen Spezialgarderobe entstammten. Anders der rechteckige Krawattenschal. Er ist eindeutig als Schal zu identifizieren, also wirklich als wärmendes Kleidungsstück. Soweit die Theorie. Denn wie immer, wenn sich etwas als praktisch erwies, wurde es über kurz oder lang zum Schuckstück.

Der große Pluspunkt der Krawattenschals ist ihre Vielseitigkeit. Der klassische Gentleman wird zum Modell mit Paisleys oder floralen Mustern greifen und sie kunstvoll unter dem Hemdkragen um den Hals schlingen. Diese Krawattenschals stehen hier in der Tradition des Halstuchs, wie man es etwa vor einer Ausfahrt auf dem Lande anlegte, um den Hals vor dem Fahrtwind zu schützen. Anfangs bevorzugte man hier quadratische Tücher, deren Ecken man einfaltete, so dass sich ein Schlauch ergab. Später begann man, statt dieser Tücher gleich Schals zu schneidern.

Will man sich einen solchen Schal um den Hals schlingen, hat man verschiedene Möglichkeiten. Man kann ihn natürlich wie ein Plastron drapieren oder ihn mit einem lockeren Krawattenknoten um den Hals binden.

Aber da er ja von der Form her in erster Linie ein Schal ist, geht es einfacher. Man überkreuzt einfach die Enden und führt das obere Ende von unten durch die Halsschlaufe. Das Ende hängt dann locker herunter.

Wem das immer noch zu kompliziert ist, der kann es sich auch noch einfacher machen. Man falte den Schal in der Mitte und lege ihn um den Hals. Dann stecke man das Ende mit den beiden losen Seiten durch die sich auf der anderen Seite ergebende Schlaufe.

Auch wie ein klassisches Ascot lässt er sich ohne Probleme anlegen. Eine Anleitung hierzu finden Sie dort.

Ein solcher Krawattenschal muss keineswegs immer im Hemdkragen verschwinden. Man kann ihn je nach Muster und Farbe auch als leichten Sommerschal über dem Shirt tragen. Damit macht er auch zu Jeans eine gute Figur.